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Fussball in Donaufeld seit 1910

SR Donaufeld

SR Donaufeld

gegr.1912

Wien 21 Floridsdorf
Namen: ab 1910 erste Gehversuche in der Urzeit unter Floridsdorfer Austria
  ca 1914 Umbenennung in 1. Donaufelder Arbeitersportverein
  1934 "Zwangsumbenennung" in SC Hermann
  1938 Rückumbenennung in SC Donaufeld
  1940 kriegsbedingte Fusion mit SC Floridsdorfer Rasenspieler - SC Donaufelder Rasenspieler
  1966 Vereinfachung des Namens in SR Donaufeld (Sportvereinigung Rasenspieler Donaufeld)

Vereinsfarben: ROT SCHWARZ GRÜN
  1910 bis 1940 ROT - SCHWARZ, die Farben der Donaufelder
  seit 1940 rot - schwarz - grün (um die Farbe GRÜN erweitert, Farbe der Rasenspieler)
Sportplätze: 1910 Isargrube (Flurnamen - kein abgezäunter Sportplatz) 1919-1965 Ringelseeplatz (alter Donaufelderplatz) seit 1965 Donaufelderplatz (Nordmanngasse/Fultonstrasse)

Die Geschichte des SR DONAUFELD

110 Jahre Fussball in Donaufeld

108 Jahre SR Donaufeld

100 Jahre nie schlechter als Wiener Liga

70 Jahre Zusammenschluss mit den Floridsdorfer Rasenspieler

Urzeit und Gründung 

Die ersten „Gehversuche“ der Donaufelder gab es schon um 1910. Allerdings gab es bei den Vorgängern der Donaufelder noch keinen geordneten Spielbetrieb. Als 1912 in Donaufeld davon gesprochen wurde, dass die „Isergrube“ im 21. Wiener Gemeindebezirk frei werde und der dort spielberechtigte Verein FAC in die Arbeiterstrandbadgasse im 21. Wiener Gemeindebezirk übersiedeln würde, ergriffen ein paar junge Männer die Gelegenheit, denn in der „Isergrube“ (Flurnamen) sollte weitergespielt werden. Die Brüder Karl und Anton Zwara, sowie die Herren Anton Belcak, Leopold Rausch und Wolarik entschlossen sich dann im Sommer 1912 den Fussballklub zu gründen. So entstand in Donaufeld die „Floridsdorfer Austria“, die Vereinsfarben waren Schwarz-Rot.

1914 wurde der Verein dann in „1.Arbeitersportvereinigung Donaufeld“ umbenannt. 1919 kam es zum Umzug auf den Ringelseeplatz im 21. Wiener Gemeindebezirk.

Anfänge

Ab 1919 strebte man die Aufnahme in den Niederösterreichischen Fussballverband an, da es zu dieser Zeit den Wiener Fussballverband noch nicht gab. Es kam dann zur Aufnahme in den Niederösterreichischen Fussballverband und die Einteilung in die Liga „Schutzgruppe Süd-Ost“. Man wurde Sieger in dieser Gruppe 1920 und somit gelang der Aufstieg in die 4.Klasse NORD/Ost. 1921 konnte die Meisterschaft in der 4.Klasse Nord/Ost gewonnen werden und somit erfolgte der Aufstieg in die 3.Klasse Ost. 1924 unterschied der Verband zwischen Amateurismus und Professionalismus. Die Donaufelder entschieden sich für die Amateureliga und durften in der 2. Amateurklasse NORD spielen und wurde Meister der Saison 24/25 und man stieg in die 1.Klasse auf. 1926 fusionierte Donaufeld zu Beginn des Jahres mit dem aus dem gleichen Bezirk stammenden Fussballverein Sparta XXI. Das hatte zufolge, dass die Donaufelder an gutem Spielermaterial dazu gewannen. Prompt wurde man fast Meister der 1.Klasse 25/26. Nur durch das damals geltenden Strafpunktesystem wurde der Sieg der Meisterschaft verhindert und Baumgarten wurde mit 0,5 Punkte Vorsprung Meister. 24,25 und 26 gelang ein Hattrick indem man den Floridsdorfer Cupsieg für Vereinsmannschften holte

VAFÖ Jahre 1926/27 bis 1933/34

Aufstieg oder Abstieg gab es aber 25/26 sowieso nicht, denn es wurde der VAFÖ (Vereinigung der Amateur-Fussballvereine Österreichs) gegründet: Die Spielklassen wurden nun neu eingeteilt. Donaufeld wurde der höchsten VAFÖ Klasse (1. Amateurklasse OST) zugeteilt. 1932 erringt der Donaufelder Nachwuchs die Volkert Plakette für die beste Nachwuchsmannschaft von ganz Wien. 1933 sorgt Donaufeld für den größten Triumph im Rahmen des VAFÖ. Donaufeld gewinnt den VAFÖ-Cup von ganz Wien als einzige unterklassige Mannschaft.

1934 - 1938

 

1934 wurde es besonders bitter, denn der Verein musste nach der Gründung des Österreichischen Ständestaats (Regime um Dolfuss/Schuschnigg) sofort aufgelöst werden, da man als Arbeitersportverein auch Mitglied des V.A.S. (Verband der Arbeiter und Soldatensportvereinigung) war. Die Firma Hermes übernahm von nun an am Donaufelder Platz das Kommando und erwies sich als Retter in der Not. Da der Name ASV Donaufeld verboten wurde, wurde der Verein auf S.C. Hermann (Firmenmannschaft der Hermes Werke) umbenannt bzw ging die Donaufelder Mannschaft in dieser auf. In den kommenden vier Jahren gab es den Arbeiter Sport Verein Donaufeld nicht mehr. Mit dem Meistertitel 34/35 in der 2. Klasse D schaffte man es mit dem Aufstieg in die zweithöchste österreichische Liga. Durch die schwierige wirtschaftliche Lage in dieser Zeit, erwies es sich als sehr vorteilhaft eine Firmenmannschaft zu sein, da man damit so manchen sehr guten Spieler bekam, weil er eine Arbeit in den Hermes-Werken fand.

 

1938-1945

 

Sofort nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 durfte Donaufeld wieder SC Donaufeld heißen. 1940 kam es kriegsbedingt zur Fusion mit dem Fussballverein S.C. Floridsdorfer Rasenspieler, da kurz zuvor die Donaufelder den Spielbetrieb eingestellt hatten. Viele Donaufelder Spieler mussten in den zweiten Weltkrieg einrücken bzw. dort ihr Leben lassen. Von nun an nannte man sich S.C. Donaufelder Rasenspieler. Aus den Donaufelder Vereinsfarben Rot und Schwarz kam nun das Grün/Schwarz der Vereinsfarben der Floridsdorfer Rasenspieler dazu. Seit 1940 sind die Vereinsfarben unverändert mit ROT/SCHWAZ/GRÜN festgelegt. Größter Erfolg in diesen Jahren war der Meistertitel 42/43 in der Wiener 1. Klasse Gruppe B. Leider verlor man das Play Off gegen den Sieger der Gruppe A (1. FFC Vorwärts 06 Wien) und Donaufeld spielte weiter in der 1. Klasse (zweithöchste Leistungsstufe).

Nachkriegsjahre und neuer Sportplatz

Kurz nach Ende des 2. Weltkrieg entstand die Wiener Liga so wie wir sie heute als die Wiener Stadtliga kennen, in der Donaufeld meistens gegen den Abstieg kämpfen musste. 1956 war es dann soweit, Donaufeld stieg in die erste Klasse B für 2 Jahre ab. 1958 kamen die Donaufelder in die Wiener Liga zurück, in der sie bis 1979 auch blieben. Anfang der 1960iger Jahre drohte man den „Ringelseeplatz“ als Sportanlage zu verlieren, da die Gemeinde und der Bund vor hatten Schulen und das Floridsdorfer Hallenbad zu bauen. 1965 mussten schlussendlich die Donaufelder den „Ringelseeplatz“ räumen und die Neue und bis heute bekannte Spielstätte (Architekt war der ehemalige Fussballspieler Ing. Gerhard Hanappi) in der Fultonstraße/Nordmanngasse wurde bezogen. 1966 wurde der von 1940 an geführte Vereinsname S.C. Donaufelder Rasenspieler in Sportvereinigung Donaufelder Rasenspieler in der Kurzform S.R. Donaufeld, umbenannt. Ab 1966 verfügte Donaufeld als erste unterklassige Mannschaften Wiens (aber auch nicht viel später als die Austria mit dem Schwechaterlogo auf der Brust) über einen Trikotsponsor mit Kandisin (Süßstoff, welcher produziert wurde in den Vereinigten Chemischen Fabriken in der Siegfriedgasse).

die goldenen Jahre

1979 wurde Donaufeld Meister in der Wiener Liga und somit stieg man zu ersten mal in die Regionalliga Ost auf. Nach nur einer Saison musste Donaufeld jedoch zwangsweise wieder in die Wiener Liga absteigen, die sich von nun an Oberliga nannte, da sich die Regionalliga Ost aufgelöst hatte. 1982 wurde Donaufeld Meister in der Oberliga, da es aber keine Regionalliga Ost mehr gab, war die Chance so hoch wie noch nie zum ersten mal in die 2. Bundesliga (2. Division)aufzusteigen.Man musste nur in der Aufstiegsrelegation gegen den Niederösterreichischen Landesmeister Badener AC, und den Burgenländischen Landesmeister UFC Purbach gewinnen. Leider scheiterte Donaufeld an beiden Mannschaften, und man musste in der Oberliga, welche sich von nun an wieder Wiener Liga nannte bleiben. Im Jänner 1982 wurde Donaufeld zum ersten mal Sieger des Wiener Hallenturnier des WFV. 1984 gelang Donaufeld wiederum der Sieg des Wiener Hallenturnier des WFV. 1986 konnte Donaufeld die Meisterschaft der Wiener Liga und den 3. Sieg des WFV Hallenturniers erringen. Von 1986-1989 spielte Donaufeld in der Regionalliga Ost. Anfang 1989 errang Donaufeld den 4. WFV Hallenturniersieg, welches zu diesem Zeitpunkt Rekordhallensieger bedeutete. Am 1.11.89 gastiert WELTMEISTER Mario Kempes mit VSE St. Pölten am Donaufelderplatz im Rahmen des ÖFB-Cup Sechzehntelfinale (Endstand 1:2). 1990 wurde der Höhepunkt der Vereinsgeschichte erreicht. Donaufeld wurde Meister der Regionalliga Ost, und stieg somit in die 2. Bundesliga (2.Division) auf. In dieser glorreichen Zeit wurden Fussballstars wie Felix Gasselich, Walter Schachner, Andreas Gretschnig, Petar Brucic etc. in den Donaufelder Kader aufgenommen. 1991 gelang es neben der Meisterschaft, erfolgreich im Cup mitzuspielen. Nur knapp musste man sich im Achtelfinale Sturm Graz mit 1:2 geschlagen geben. Im Winter 91/92 durfte Donaufeld zum ersten Mal im legendären Wiener Stadthallenturnier antreten und man gewann u.a. gegen Gegner wie Rapid Wien und den Wiener Sportclub. Durch diese Erfolge wurde es schön langsam am Donaufelder Platz immer enger und enger, da es keine Seltenheit mehr war 2000-4000 Zuschauer bei Heimspielen anzutreffen. Der Bau einer überdachten Sitzplatztribüne wurde somit beschlossen. 1992 wurde im Mai die Eröffnung der Sitzplatztribüne vom damaligen Stadtrat Dr. Michael Häupl durchgeführt. In diesem Jahr musste Donaufeld aber leider wieder in die Regionalliga Ost absteigen.1992 gelingt es den Ex-Austria Spieler Gerd Steinkogler nach Donaufeld zu lotsen. 1995 konnte auch nicht mehr die Regionalliga Ost gehalten werden und somit erfolgte der Abstieg in die Wiener Liga. Nach nur einem Jahr wurde man wieder Meister der Wiener Liga und kam zurück in die Regionalliga Ost. 1999 musste Donaufeld nach drei Saisonen in der Regionalliga Ost wieder in die Wiener Liga absteigen.

Gegenwart und Zukunft

2005 wurde Donaufeld zum ersten mal der Sieger des Wiener Toto Cups.Am 29.9.2005 trainiert der Weltstar Robert Prosinecki mit Donaufeld mit! 2014 gelang der 5. Meistertitel in der Wiener Liga und somit der Aufstieg in die Regionalliga Ost. Seit diesem Jahr ist man Rekord Wiener-Liga Sieger (gemeinsam mit 2 anderen Vereinen). Leider war der Ausflug in die Regionalliga Ost sehr kurz und nach nur einer Saison musste man wieder in die Wiener Stadtliga zurück. Nach fast 30 Jahren (abgesehen von einem kurzen Intermezzo bei Wacker Wien) finanzieller Unterstützung für den Verein trat der langjährige Obmann KR Erich Fach Ende 2018 von allen Ämtern zurück. In dieser schwierigen Stunde übernahm Stefan Singer als neuer Obmann und zugleich Sponsor (ARS Bauträger GesmbH) Donaufeld. Gemeinsam mit dem Sponsor WGFM schuf man damit eine neues Fundament für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins. Seit 1920, also seit 100 Jahren, spielt Donaufeld nie schlechter als in der vierthöchsten Leistungsstufe, welches der heutigen Wiener Liga entspricht!!!! In 110 Jahren Geschichte musste die SRD „nur“ 5mal sportlich absteigen!!!!!!

 
speziellen Dank an: Ossy,Franz,Tomi sowie an aktuelle/ehemal. Funktionäre bzw. Spieler und den zahlreiche Fans von Donaufeld für die Unterstützung!!! besonderen Dank den Mitwirkenden des Buches 100 Jahre Fussball in Donaufeld und der Vereinschronik aus den 60er Jahren ("Oberhauserhefte")